Nomen Sub

Ich ist mein Klon  -

von Georgina Rotter

 

 

ARTE-TV Lesereise: 1. Preis Kategorie Essay (2000)

http://archives.arte.tv/them@/dtext/literatur/lesereise/lesereise_fs.html

 

Essay-Preis:
„Der Essay-Preis geht an Georgina Rotter aus Basel, die mit der Kurzgeschichte „Nomen Sub“ eine überzeugende Schilderung einer subtil durchdachten Beziehung zwischen Original und Klon, eingebettet in einen kohärenten und faszinierenden Entwurf einer Klon-Gesellschaft eingebracht hat. Georgina Rotter gibt dem Preis des Europäischen Kulturkanals ARTE auch die notwendige Internationalität".

 

*

Mein Klon hatte heute nichts zu Mittag gegessen und so gingen wir in ein nah gelegenes Restaurant, das keine unfreundliche Haltung gegenüber den Doppeln an den Tag legte. Klone mussten seit 2014 grüne Armbänder tragen, auf denen das elektronische Kennzeichen sowohl des Urhebers als auch des Besitzers vermerkt war. Das grüne Band war eine Vene die mittels Ovostat in die Haut transplantiert worden war. Es diente als Erkennungszeichen eines Klons schlechthin, aber auch als Reservoir für Medikamente und Stärkungsmittel, welche die gelegentlich sehr empfindlich werdenden Klone oft schlagartig benötigten. Eigentlich war das grüne Band eine Vene, die mittels Ovostat in die Haut transplantiert worden war und sich nicht weiter störend auswirkte, sondern sogar im Dunkeln leuchtete: Beim Eintreten in öffentliche Gebäude musste es vorgewiesen werden.

Wir schrieben das Jahr 2033, nahmen ein eiskaltes Schimmerfischgelee mit elektrischer Zitrone, und ich gab die Anweisungen für den Text. Als Regisseur meines eigenen Klons und somit meines eigenen Lebens, verfügte ich über den Luxus eines Schöpfers: Ich kannte das Innere meines Doppels wie meine Westentasche und hatte doch den Vorsprung des Ersterschaffenen. Als solcher war ich mit entsprechenden Vorrechten und Verantwortungen ausgestattet. Mein Klon war mir anvertraut worden, um mir mein Leben angenehmer zu gestalten. Das höhere Ich durfte sich in mir entfalten, während mein lieber Klon die einfacheren Arbeiten und Pflichten für mich ausführte: diese Verdoppelung des Ichs, das stets aber von mir selbst dirigiert wurde, führte auch zu einer Verzweifachung und damit Intensivierung meines einen Lebens, zumal ich, im Besitze jenes zweiten Ichs, das für mich sorgte, mein Leben mit entsprechend grösseren Wünschen und deren Verwirklichung ausstatten durfte. Mein Klon war, weil als zweiter ins Leben getreten, moralisch dazu verpflichtet sich mir unterzustellen, was natürlich nicht bedeutete, dass ich ihn missachten oder gar schlecht behandeln durfte, im Gegenteil, denn mein besonderer Anteil am Glück barg die Verantwortung für das Glück meines Klons. Mein Klon trug somit nicht die Last der Verantwortung auf sich, sondern nur jene der Pflicht.

Ich diktierte ihm einige Zeilen, die er wie in meiner eigenen Handschrift entwarf und die er später in meinen Selbstapparat eingeben würde. Nicht nur gengleich, sondern durch das enge Beisammensein mit mir auch telepathisch geschult, stellten sich bei ihm die Satzenden ein, ohne dass ich sie laut aussprechen musste. Wir waren ein gut eingespieltes Team. Während ich meine Zigarette ausdrückte, sah ich mich um und stellte fest, dass fast keine anderen Klone im Raum sassen. Es schien, als würde man sie immer öfter zuhause lassen, wie Hunde, deren man überdrüssig geworden war, wie Kleider, die man zu oft getragen hatte. Ich fragte mich, ob Klone wieder aus der Mode kamen.

Ich schob den Aschenbecher weg und blickte in die treuen Augen meines Klons, der übrigens Nomen Sub hiess. Wahrscheinlich las er in meinen Gedanken, denn er ergriff das Wort:

"Du bist mein Herr und Meister und nur durch dich bin ich, der ich bin, und nur durch mich bist du der Du bist, denn unser beider ist das Reich, und die Glückseligkeit ist Deiner nur, wenn du meisterlich Deine Disziplin beherrschst, und meiner ist das Glück, wenn ich dir treu und wahrhaftig diene. Stürztest du, so stürzte ich und stürzte ich so wärst du nichts." Ich war sehr gerührt und lächelte stumm.

`Ja, mein kluger Bruder, in Deinen Augen lese ich die Weisheit wie in Deinen Worten, ach, wüsstest du wie ich dich liebe, schönstes Abbild meiner Selbst. In dir erkenne ich alle meine guten Eigenschaften, du bist die Stütze meines Lebens und ohne dich käme ich nicht einmal aus dem Haus, ja wäre nicht einmal fähig das Bett zu verlassen. Du verkörperst meine lebenserhaltenden Qualitäten. Du bist das Skelett, dass den Körper, du bist der Körper, der den Geist trägt. Jeden Morgen weckst du mich, streichelst mir die Stirn, fragst nach meinen Träumen. Danach ziehst du mich sanft hoch und bettest hinter mir die dicken Kissen auf und bringst mir Frühstück, meinen Selbstapparat und schenkst mir die Milch mit Honig ein, die du selbst geholt und temperiert hast.'

"Ich hatte einen Traum. Ich sass, eingepfercht mit vielen Menschen, in einem sehr dunklen Raum. Die Luft war heiss und feucht, und immer mehr Menschen drängten hinein, bis ich dachte wir würden hier alle aneinander ersticken. Ich stand auf, um ein Fenster zu öffnen, aber ein mir unbekannter Mann packte mich, drehte mir den Arm auf den Rücken und schrie mich an, ich solle mich zum Teufel scheren, wenn ich mich nicht integrieren könne. Ich riss mich los und stiess ihn mit meinem Ellenbogen heftig in die Seite. Sofort spürte ich einen schrecklichen Schmerz in meiner eigenen; er hatte mir ein Messer zwischen die Rippen gerammt und ich begann zu bluten. Jetzt würde ich elend sterben. Ich senkte meinen Kopf auf die Brust und sprach ein dunkles Gebet zu mir selbst. Plötzlich sah ich in der Finsternis ein grünes Licht, das auf mich zukam, und da warst du. Du schlugst mich auf den Mund, als ich Deinen Namen rief, und sagtest mir die demütigendsten Worte, die ich je gehört. Ich zerfiel innerlich vor Scham und Schmerz, wurde ganz lahm und krank. Da legtest du meinen Körper auf die Erde, zogst mir das Messer aus dem Leib und legtest Deine Hand auf meine Wunde: Die Haut Deiner Heilerhand wuchs über den Einstich, und wie durch ein Wunder hörte das Blut sofort zu fliessen auf. Du küsstest mich auf meine Augenlider, und da war ich, da war wieder Licht, da warst du wieder, da kam das Leben zu mir zurück. Nomen Sub, verlass' mich nicht." - So hatte heute der Tag begonnen.

Ich betrachtete die boshafte Geschäftigkeit in den Strassen und Geschäften. Ehepaare stritten sich mit anderen Ehepaaren und man schlug sich gegenseitig nieder, sei es nun aus Mordlust, aus Kaufgier, oder einfach aus Verzweiflung. Die anderen Passanten waren selbst zu beschäftigt, um sich um die Opfer zu kümmern. Man sah die Leute immer seltener in Begleitung ihre Klone. Wahrscheinlich wurden sie zuhause gelassen, um die Hausarbeit und das Selbstsekretariat zu erledigen. Währenddessen arbeiteten die Originale in ihren Vehikeln, brausten durch die Stadt und betranken sich mit teurem DNA-Ersatz, der die Phantasie anregt. Inspiration war Mangelware geworden, aber es herrschte ein reger Schwarzmarkt, und die Leute arbeiteten wie besessen unter dem Einfluss des Stoffs. Es war, als wollten sie dabei die Erinnerung an sich selbst auslöschen, und als könnten sie sich nur mit fremden, künstlich erzeugten Gedanken und Gefühlen aushalten. Aber was geschah mit den Klonen, die durch ihre Pflicht an die Originale gebunden waren? Wieviel Leid und Einsamkeit verbarg sich hinter den geschlossenen Fenstern und den undurchsichtigen Monitoren? Mein Klon kratzte sich am Kopf, weil er den Schluss des Satzes jetzt doch nicht finden konnte. Ich war abgeschweift, und er wusste nicht weiter.

Mein Klon hatte einen schwächeren Hang zur Melancholie als ich, aber grade hatte sie ihn trotzdem erfasst: er musste unbewusst die Gefahr gespürt haben, die plötzlich in der Luft hing. Draussen standen blaue Wachtposten mit glänzenden Metallmasken. Sie gestikulierten und wiesen zum Fenster neben dem unseren. Wir blickten beide hin und unsere Herzen blieben uns stehen: Zwei Klone sassen hinter uns am Tisch und leuchteten grün. Das war verboten! Klone durften nicht ohne Aufsicht untereinander sein, sie riskierten damit nicht nur die Identität ihrer selbst und ihrer Originale, sondern die Vorstellung von Identität an sich! Eine Loslösung von Ihren Originalen hätte nicht nur den möglichen Tod der Originale zur Folge, sondern denjenigen des ganzen Staates, der auf der Existenz der Doppel fusste. Wenn sich die Klone gar in grösseren Gruppen zusammentäten, wäre der Zusammenbruch des Staates nah, denn wer konnte sich dieser Kraft entgegenstellen? Nicht doch die sensiblen Originale! Nein, nur die etwas kräftigeren Klone, die durch harte Schulung stabilisiert waren. Bisher war es Klonen erlaubt gewesen, allein in der Öffentlichkeit aufzutreten, aber jeder Kontakt zu anderen Klonen musste diskret, reserviert und kurz gehalten sein.

Mein perfides Ich diktierte mir diese Eingebung, es hatte nichts mit meinem Klon zu tun. Ich stand auf, mein Fischmesser in der Hand und schlug es in die grüne eingewachsene Lebensvene des einen Klones, und dann in die des anderen. Beide seufzten fast erleichtert auf als sie starben. Die Wachtposten kamen zu mir und nahmen einige Daten auf. Darauf rief ich die Versicherung mit meinem Selbstapparat an, und man bestellte Ersatzklone die innerhalb von acht Wochen geliefert würden. Erste und schnellste Qualität, denn ich war erstklassig versichert. Die Posten schnitten die grünen Armbänder ab und nahmen sie mit ins Archiv. Die Leichen wurden übereinandergeworfen und weggetragen. Ich glaube, ich sah wie die Blauen in der Ferne ihr Vehikel anhielten und die Leichen in einen Container warfen. Mein Klon blickte mich traurig an, und ich ihn auch, aber er war noch absorbiert vom Text, den wir zusammen entwarfen, und so schrieb er weiter. Seine Augen waren braun-grün, wie meine. Haare dunkelblond, Haut leicht gebräunt. Hohe schlanke Gestalt, langgliedrige sehnige Hände. Zwar war mein Klon äusserlich mit mir identisch, abgesehen von den kleinen Unterschieden, die sich durch leicht verschiedene Lebenserfahrung eingestellt hatten und durch sein jüngeres Körpermaterial bedingt waren. Trotzdem war er etwas anderes als mein Spiegelbild. Mein Spiegelbild verriet mir nicht wer ich war, es spiegelte nicht die Bewegung meiner Augen oder den unbewussten Ausdruck auf meinem Gesicht. Anders bei meinem Klon: Unsere Traurigkeit war nie dieselbe, meist schien er ein bisschen weniger unter seiner Bürde zu leiden als ich, und die Art der Traurigkeit, die er in sich verbarg, war die leichtere und einfachere des Armen und nicht die verdorbene, schwere des Reichen. Und aus genau diesem Grund war er für mich ein präziserer Spiegel als das Silberglas. Weil wir in Zeit, Raum und Klasse leicht verschoben existierten, konnte ich mich in ihm mit umso grösserer Klarheit erkennen. Meine Augen sanken in die seinen, meine Hand ergriff seine Finger, und er drückte mich, und er blickte starr und faszinierend in mein Gesicht, und jeder Muskel bebte an meinem Körper mit einem feurigen Lebenshunger und meine Haut erwiderte samtig den Druck auf seiner. `Diese Augen, diese Augen, dieses Mysterium der Seele vor mir, in mir, wir waren der schönste Mensch, der je gewesen, der Klügste, Sensibelste, Tiefste der Beste und Schönste, der je geboren und gelebt. Nomen Sub, Du bist mein Gleichwertiges Ich, ich hebe Dich auf meinen Thron, auf meinen Platz, komm mir so nah wie Du kannst, und lass' uns nie voneinander lassen, sondern uns einander untrennbar zueignen.`

Nomen Sub griff nach meinem Selbstapparat und stellte ihn ab "Damit wir nicht belauscht werden…"

Das war gefährlich. Sobald ein Selbstapparat abgestellt wurde, stand man unter Verdacht einer Verschwörung oder Vertuschung. Ich nickte, wir bezahlten und gingen. Auf dem Weg nach draussen sah ich eine schöne mit dunklen Tüchern verhüllte Frau mit langem dunklem Haar und einer strahlenden Klarheit im Gesicht. Ich blieb stehen, denn es war die schönste Frau, die ich je gesehen, aber der feste Blick von Nomen Sub erbaute eine Trennwand zwischen mir und ihr. Der Frau, die mit ähnlichen Gefühlen stehengeblieben war wie ich, schnitt der Schmerz über meine Versteinerung ins Herz. Ihr Blick zerfiel wie Blüten einer Zeitrafferblume, die man neuerdings - auch in diagonalen und blinkenden Versionen - in Geschäften finden konnte: Eine Pflanze, die man durch Giessen mit einem teueren Fluidum aktivieren konnte, die dann unter den Blicken des Käufers in wenigen Sekunden zu knospen begann, aufblühte, in einem durch die Geschwindigkeit des Geschehens vervielfachtem Schmerz ihr Herz aufriss, es dem Licht entgegenstreckte, die Blütenblätter auseinanderklappte. Und ohne Zeit das Licht auch wirklich in sich aufzunehmen verwelkte, erstarrte und zerfiel. Mein Klon hätte vielleicht den Schmerz der schönen Frau nachvollziehen können, aber er war in jenem Augenblick zu sehr auf mich konzentriert, um einer traurigen Fremden die entsprechende Aufmerksamkeit zu schenken.

Wie jeden Donnerstag durchwanderten wir rastlos die Gänge und Räume der Monotonia-Galerie: kein Bild berührte mich. Die Gemälde erschienen mir nutzlos. Sie fügten meiner Wahrnehmung nichts hinzu. Es war als würde ich die Stadt selbst, oder die überall herumfahrenden Werbevideowände durch ein Vergrösserungsglas betrachten. Ich begann genauer auf das Bodenmuster zu achten, dass in seiner ungeformten Vielfältigkeit der Phantasie viel mehr Spiel gab, als die toten geometrischen Formen die wie selbstzufriedene Leichen an den Wänden hingen. Ich wanderte durch die Räume, vor meinen Füssen die Welt meiner Gefühle betrachtend. Die Augen der schönen Frauen blickten mich wieder daraus an. Tränen in tausenden von Farben verflossen in traumhaften Geweben und versanken in den dunklen Wogen des Marmors. Kinder sassen zwischen Grabsteinen und Blumen und spielten mit bunten Murmeln. (Es gab inzwischen tatsächlich so wenig Platz, dass man den Kindern erlaubte auf Friedhöfen zu spielen.) Jetzt begannen sich die Bilder vor mir zu verdoppeln, und sich in einem gequälten Muster zu vervielfachen. Ich selbst schien gespalten zu werden in kleinste Bruchteile, und meine Phantasie wurde plötzlich von einander gegenseitig unterbrechenden Bilderblitzen und schwindelerregenden unangenehmen Leuchtziffern gestört. Sie war dahin, die Phantasie war am Sterben. Eine neue und unterschätzte Krankheit. Aus diesem Grunde wurde mit "Elixier 180°" und der Pille "Phantasy Doppel Doppel" und dem Chip (der nur eine einmalige illegale Operation benötigte) "Sexoviolo" Wucher betrieben. Aber noch hielt ich stand, noch bot ich den schrecklichen Visionen der Hässlichkeit und Einöde die Stirn. Ich erschrak. Etwas hinter mir musste sich bewegt haben. Aber als ich mich umdrehte, sah ich nur die starre Kamera auf mich gerichtet. Dann bemerkte ich es plötzlich. Aus schielenden Augen griff nach mir ein gefährlicher Blick. Das Augenpaar war penetrant auf mich fixiert. Die Hand mit dem Messer war in einer versteinerten Haltung nach vorne gestreckt, als würde das Wesen in einem muskelkrampfartigen Anfall nach vorne gedrückt, der Kopf aber hing nach hinten, aber die Augen bannten den Zuschauer mit ihrer einsamen Verzweiflung und einer reisserischen Gewissheit. Die andere Hand hielt einen langen Fetzen grüner Haut. Das Schielen des Mannes deutete auf einen Zustand des Wahnsinns, der Selbstaufgabe, des Schmerzes, des Krampfes. Wie konnte jemand ein solches Gemälde herstellen, ohne sich wie die Figur auf dem Bild zu fühlen? Und wenn sich der Maler tatsächlich so fühlte, wie war er dann überhaupt noch in der Lage zu malen? Im Hintergrund tummelten sich Quadrate, Menschen und Zahlen. Ich verstand das Bild nicht, und jetzt jagte es mir Angst ein. Ich rief nach Nomen. Er stand in der Nähe herum und starrte zum Ausgang. Dann kam er abwesend heran, schaute auf das Bild und dann auf mich.

"Ich sah ihn eben rausgehen."

"Wen?"

"Na diesen Mann auf dem Bild."

"Er hat dich ganz lang angestarrt. Ein unangenehmer Kerl. Er sieht mir aus wie einer, der vergiftet und dann kurz vor dem Sterben auf jemanden angesetzt wird."

"Und warum ist er da drauf?" Ich deutete auf das Bild. "Vielleicht ein Klon?" "Ein Klon der Klone häutet?" Wir wechselten einen Blick. Nomen Sub beugte sich vor, um den Namen des Bildes auf dem Schildchen lesen zu können. Auch ich trat näher. "NOMEN SUB OMEN". Ein schrecklicher Name, ein paranoider Titel, ein hässlicher Scherz aber kaum ein Zufall. Ich blickte auf Nomens Schultern und dort landeten sie den Schlag. Der Mann mit dem Knüttel schlug nochmals zu, und mir zog sich das Herz heute zum zweiten Mal zusammen. Nomen fiel vornüber, und bevor ich es recht wusste, spürte ich selber einen grellen Schmerz, der mir den Schädel zu zerreissen drohte. Dann sah ich Schwärze mit einigen bunten Funken.

Mindestens zwei Männer waren hinter uns gestanden. Seltsam, immer Männer. Warum haben Frauen so viel seltener physische Grausamkeiten im Sinn? Was plagt und treibt die Männer, dass sie durch die ganze Menschheitsgeschichte hindurch immer wieder brutalsten Impulsen ausgesetzt sind? Ich schob den Gedanken beiseite. Auch das Bild Nomen Sub's musste ich wegschieben. Und jetzt kam mir wieder die schöne Frau in den Sinn, die ich plötzlich mit aller Kraft zu begehren begann. Die Schönheit ihrer Augen brannte sich in meinen Kopf und ihre matten feuchten Haare kühlten meine Stirn. Wieder stand sie vor mir, wieder blickte sie mich an, wieder glaubte ich ihre Hände an meinen Armen zu spüren, als hielte sie mich fest, als wollte sie mir etwas mitteilen, mir etwas versprechen, mich schütteln, oder als wollte sie mich um dringende Hilfe und Rettung bitten.

Im festen Glauben gelähmt zu sein, wachte ich endlich auf. Dankbar, dass ich wieder nur geträumt hatte, gelang es mir dann aber doch, mich aufzusetzen. Aber wo war Nomen? Ich rief. Nichts. Ich streifte durch die Wohnung, blickte aus allen Fenstern, aber keine Spur von ihm. Ich schnappte meinen Selbstapparat: die üblichen täglichen Angaben (Pulswerte, Zellenwerte, Hormonkurve, persönliches Fernsehprogramm, Aufforderung Blumen zu kaufen, mit einer Mahnung einen Spaziergang zu machen). Die empfohlene Farbe für den Tag: weiss. Also zog ich meinen weissen Sonntagsanzug an und machte mich auf den Weg.

Blind liess ich mich vom Wind treiben, ging dahin wo es gut roch, durch Parkanlagen mit funkelnden Blumen und blitzenden Sternen an den Bäumen und Eichhörnchen mit eingepflanzten Diademen auf dem Kopf, und weiter über Teppiche von atmendem Moos. Ich kam in ein Stadtviertel mit vielen Klonkindern: Hier spielten sie, gingen auf Klonschulen und harrten des Todes ihrer Genschwestern und -brüder, um endlich selbst in ihre eigenen Familien vorzurücken. Von Fenstern und eisernen Terrassengittern hingen farbig meterlange, wehende Stoffscherenschnitte. Der fehlende Stoff stellte kleine Jungen mit Schaufeln oder Geige spielende Mädchen dar. Die hellgrünen, blassrosa und schwarzgrauen Mauern der verkommenen Häuser boten einen seltsamen Hintergrund für die bunten Scherenschnitte. Ein Stadtviertel wie vor vierzig Jahren. Die Klonmütter sassen draussen auf den Treppen und strickten kleine Pullover. Man sah ihnen die vielen Schwangerschaften an. Von Liebe und Leid geprägt beobachteten sie aufmerksam und traurig die vielen kleinen Kinder, die sie geboren, aber nicht selbst empfangen hatten (sie waren sicherheitshalber sterilisiert worden). Die Klonmütter waren arm, durften sich auch nicht ausserhalb des Viertels bewegen, und doch waren es die einzigen Kloninnen, die sich ohne Gefahr zusammen sehen lassen durften und gleichzeitig nichts mit ihren Originalen zu tun hatten. Ein Klonmädchen, dass eben mit anderen Kindern um die Wette seilgesprungen war, erstarrte plötzlich mit schmerzhaft verzerrtem Gesichtsausruck, verlor allmählich ihr Bewusstsein und fiel zu Boden. Wie viele andere Klone verlor sie oft schlagartig, aber nur kurzfristig ihre Kräfte. Ich beugte mich über sie und drückte sanft ihre kleine grüne Vene. So konnten die Medikamente darin aktiviert werden und in den Kreislauf gelangen. Ich hob sie vorsichtig auf und trug sie zu der Frau, die besorgt von ihrer Treppenstufe aufgestanden war.

"Ist sie Epileptikerin?"

"Ach was, die fällt mir die ganze Zeit um, die Kleine. Der Arzt erzählt mir zwar das sei normal. Aber was weiss er denn schon. Mein Mädchen will einfach nicht leben, das ist alles. Aber lassen Sie nur. Ich thhh, thhhhz."

Sie wandte sich ab und lächelte verlegen. Dabei tätschelte sie das Händchen der kleinen Bewusstlosen. Die arme Frau hatte eine Zungenlähmung. Ein weiteres, vielleicht psychisches Symptom der Klonmütter: Mangelnde Sprechkraft. Die Kleine wachte bald wieder auf, aber die Tränen rannen aus ihren Augen. Ihren stotternd geweinten Worten entnahm ich, dass sie nicht wolle, dass ihr Schwesterchen sterbe. Sie fühlte sich verantwortlich für deren Tod, obwohl dieser noch gar nicht eingetreten war. Sie wollte sich lieber selbst opfern, als die Stelle ihrer unbekannten Genschwester einzunehmen. Ich druckte die Adresse eines sehr guten Klontherapeuten und einige Essscheine mit meinem Selbstapparat aus, gab Ihnen beides, legte noch einige Geldbestellscheine darauf und ging weiter. Die Klonkinder waren sehr höflich: Stumm und betroffen standen sie da, und erst als ich schon lange vorbeigegangen war, nahmen sie leise ihre Spiele wieder auf.

Wie ich in den Venus-Chimärenpark gekommen bin, dass weiss ich nicht mehr. Ich hatte schon von diesem Park gehört, ihn aber selbst nie gesehen. Er wurde in verschiedene Bereiche aufgeteilt, die Stil und Anspruch der Besucher entsprachen. Auf allen Niveaus befanden sich Klonprostituierte. Es gab einen riesigen, mit schalldichten roten Vorhängen unterteilten Raum, in dem die Imitate von berühmten Sexsymbolen für viel Geld ihre Dienste anboten. Man konnte sich auch mehrere Imitate aufs Mal mieten, zum Beispiel dreifach die Monroe (soweit sie sich rekonstruieren liess), bei deren Entwurf aber ihre Verspieltheit herausgefiltert und mit anderen Geninformationen, zum Beispiel jener der Schwachsinnigkeit ersetzt worden war. Stars konnten das grosse Geld machen, wenn sie ihre Gene zur Vervielfachung, besonders im Bereich der Prostitution, feil boten. Das Geld floss allerdings den Stars zu - sofern diese lebten - und nicht den Prostituierten. Weiter hinten gab es einen sehr dunklen Ort mit wenig Licht. Dort ritten Frauen auf weiblichen Chimären, Kühe mit menschlichen Brüsten und fast menschlich geformten Hinterteilen. Es war ein grausamer Anblick. Die Chimären waren zu gutmütigen Biestern gezüchtet worden, und man konnte sich die Frau mit der Chimäre mieten und von beiden Gebrauch machen. Das war ziemlich verbreitet, denn die Chimären fielen weder unter das Tierschutz- noch unter das Menschenklongesetz. Diese Tiere - ich muss sie Tiere nennen - wurden in der Öffentlichkeit nie in Ruhe gelassen, sondern oft sadistisch gequält und danach umgebracht. Etwas an ihnen schien das Böse im Menschen aufzustacheln. Andernorts fand man junge Klonmädchen in weissen und silbernen Gewändern, Jungfrauen, die für riesige Geldsummen abgegeben und nach einigen Tagen wieder zurückgebracht wurden. Der Bedarf war riesig. Dann war da die Bibliothek, ein Ort wo gebildete, intelligente Begleiterinnen stundenweise mit reichen Männern konversierten. Da ging ich hin.

Die Bibliothek war fast leer, abgesehen von den stumpf blickenden Putzfrauen, die weit hinten den Boden schrubbten. Ich spazierte zwischen den staubigen Bücherregalen auf und ab. Es wirkte, als hätten die Frauen hier keine Zeit um sich die Bücher richtig anzusehen. Alte gelbe Bücher über Religion, Zoologie, Recht, Botanik, Philosophie… in den Bücherlücken lagen Lippenstifte, Spiegel, Schmerzmittel, Kämme, Schleifen, verschiedene wohl mehr oder weniger illegale Pulver, aber auch Kekse und Glukosewürfel. Ich merkte jetzt wie hungrig ich war. Ich nahm mir einige Würfel und Kekse und legte dafür einige Geldbestellscheine hin. Dann setzte ich mich auf einen Stuhl, und sass verborgen zwischen alten schmutzigen Regalen, kaute und ass. Irgendwo in der Nähe rauschten luftige, bauschige Frauenstoffe vorbei. Ich griff wahllos nach einem Buch und klappte es in der Mitte auf. "Venenübertragung. Anleitung zum Transplantieren von Klonvenen auf ihre Originale."

"Unmöglich!" entfuhr es mir und ich erschrak vor mir selber und erschrak gleich wieder, als ich eine Frau in wild fliegender weisser Seide sehr rasch rückwärts auf mich zukommen sah. Ich stand auf, stellte meinen Stuhl zur Seite und liess sie an mir vorbei. Wie zu erwarten bog um die Ecke ein verärgerter, bedrohlich wirkender Mann, allerdings mit einem Messer in der Hand.

"Ich schneide dir die Vene durch, du verdammte Hure, wenn du dich nicht sofort hinlegst, ich schneide sie dir durch. Verdammt noch mal." Er blitzte mich wütend und krank an:

"Was glotzen Sie denn, gehn Sie doch aus dem Weg." Stattdessen schlug ich ihm das Messer aus der Hand, packte ihn vorne und beim Genick am Kragen, und würgte ihn mit seinem eigenen Stoff.

"Sind Sie verrückt?" fauchte er. "Dieses Drecksbiest muss umgebracht und ersetzt werden, benimmt sich wie kein Klon, verstehen Sie? Die müssen hinhalten, sonst geht ja nichts."

Ich hätte ihn am liebsten wirklich umgebracht. Während einiger Sekundenbruchteile überlegte ich, was ich als Nächstes tun sollte, sah dann auf die Frau, die stehengeblieben war, als sie mich eingreifen hörte und mich eben mit grossen aufmerksamen Blicken mass. Sie… Betäubt und fasziniert blickte ich weg. Ich liess den Mann los und starrte ihn an. Mit meinem Selbstapparat verpasste ich ihm einen elektrischen Schlag, der automatisch auf seine Herzkraft abgestimmt wurde, sodass ihn der Schlag nicht tötete, sondern vorübergehend unbrauchbar machte. Für Liebe konnte ich nicht mehr morden. Nein, diese Liebe, die ich auf einmal fühlte, liess sich nicht mit Sünde erkämpfen, nur noch mit Gnade und Vergebung. Wieder starrte ich die Frau an, die mich auch sofort erkannt hatte. Dann setzte ich mich wieder auf meinen Stuhl, hob meinen Arm, lehnte ihn ans Regal, begrub mein Gesicht im Ärmelstoff und begann zu weinen.

Neben mir rauschte es leise. Sie stand still neben mir. Ich dachte ich könne ihren Anblick nicht ertragen. Er löste einen schrecklichen Schmerz und eine herzzerreissende Sehnsucht in mir aus. Sie war es. Sie war mein wahres Doppel, aber sie war weder mein Klon, noch sah sie aus wie ich. Ich konnte es nicht fassen. Ihre Hand zuerst auf meiner Schulter, dann in meinem Haar, dann ihre beiden Hände fest auf meinen Ohren, sodass ich nur noch das Rauschen meines eigenen Blutes hörte während ich weinte und weinte. Ich weinte ein Meer von Tränen, die Mauern aus Glas in mir zerbrachen eine nach der anderen, ich schwamm durch einen Fluss mit scharfen Scherben, meine Seele wurde in diesen Sekunden tausendfach gekreuzigt und verbrannt und doch wieder geheilt, mein Herz war eine Wunde, die nichts anderes wollte als bluten. Endlich konnte ich aufstehen. Es war Zeit ihr wieder in die Augen zu sehen. Ihr Auge so tief wie jenes von Nomen Sub. Aber am Ende jenes Tunnels in diesen Augen, da wartete nicht der verzögerte silberne Spiegel auf mich, nicht ich, da wartete sie, da wartete Gott, gestaltlos und allmächtig. Und diesmal verschloss ich nicht mein Herz, zertrümmerte ich nicht die feinen Kräfte des Lebens, sondern ich schloss mit ihr den Pakt der Liebe.

"Was tust du hier? Ich wusste nicht, dass du ein Klon bist." fragte ich. "Ich bin kein Klon, ich liess mir nur eine grüne Vene einpflanzen. Ich verberge mich hier vor den blauen Wächtern, die übrigens auch hinter dir her sind. Eine Menschenfrau würden sie nie unter Klonen suchen und erst recht nicht hier. Die blauen Wächter, sind von korrupten Männern hinter der Regierung beauftragt, die Gerechten und die Barmherzigen auszurotten. Um dich steht's ziemlich schlecht…" Sie blickte mich besorgt an.

"Wir müssen fliehen!" antwortete ich mutig.

"Ja, aber wie? Ich darf nicht ausreisen, und die Grenzen werden doch von Computern bewacht. Und Zuflucht finden wir seit dem Vollzug der Globalisierung nirgends mehr. Und dich würden sie auch nicht mehr über die Grenze lassen."

"Warum sollten sie mich nicht ausreisen lassen? Ich bin doch harmlos, ich tue ja nichts…"

"Da irrst du dich gewaltig: du gehst herum und mischst dich überall dort ein, wo sie grad ihre Finger drin haben. Die zwei Klone, die Du umgebracht hast waren zwei Verschwörer der katholischen Kirche im Besitz geheimer Informationen. Und das kleine Klonmädchen, dass du auf der Strasse aufgehoben hast? Sie ist telepathisch begabt und kennt dadurch Namen und Gesicht eines hohen Beamten der Regierung: Ihren Vater. Dieser hat eine Tochter. Sie ist das Original des epileptischen Mädchens und entstammt einer Affäre mit seiner Sekretärin. Die Sekretärin liess ihre Tochter als Beweisreserve klonen, für den Fall, dass der Beamte die Tochter, umbringen lassen will. Jetzt klagt die Sekretärin gegen den Mann, der ihr jetzt tatsächlich mit der Ermordung ihrer gemeinsamen Tochter droht. Die Genschwester der Tochter wird von einem Arzt behandelt, der mit Hilfe eines magnetischen Gifts ihr Bewusstsein eindämmt, sie allmählich abstumpfen und ihre telepathischen Bilder vergessen lässt…"

"Dann gehen wir in die Wüste?"

"Soviel Wüste hat es gar nicht, und sie wird von ausgebrochenen Häftlingen unsicher gemacht.

"Dann verbergen wir uns im Wald bis man uns vergessen hat…"

"Heutzutage gibt es kaum einen Wald wo man von einem Ende nicht das andere sieht. Die Wälder sind klein und durchsichtig geworden. Und würdest du überhaupt mit mir im Wald leben wollen?"

"Auf meine Ehre!" rief ich begeistert aus. Überall wollte ich mit ihr leben und das die ganze Zeit und sei's in einem Grab oder jenseits dieser Welt. Das gab mir die Lösung ein. Ich schlug mir etwas einfältig auf die Stirn und griff nach meinem Selbstapparat.

"Ich hab's." Mein Selbstapparat hat eine sehr teure und bisher sehr seltene Funktion. Ich sah die Schönste aller Schönen triumphierend an: "Wir werden unwiederbringlich fliehen…".

Hinter mir hörte ich das vertraute Getrappel der blauen Wächter. Also war es wahr, sie waren wirklich hinter mir her, und waren mir bis hierher gefolgt. Ich ergriff die bleiche geliebte Hand und schaltete mit der anderen den Selbstapparat kurz. Wir blickten uns an, in unserem Liebesglück fast ertrinkend, und dann wurden wir binnen weniger Sekunden in die Anti-Materie geschleust. Wie es dort weiterging, weiss ich leider nicht mehr.

Die Geschichte diesseits der Materie aber, wurde mit Hilfe des Selbstapparates und des Klones Nomen Sub beendet. Im Selbstapparat liessen sich alle zur Rekonstruktion des Geschehens benötigten Daten abrufen, und mein lieber Klon, Nomen Sub, weiss ganz gewiss was er tat, vorallem als er mit meiner - nun etwas nervösen und zittrigen - Handschrift die angefangenen Sätze beendete. Mein treuer Nomen war mit frischen Blumen heimgekehrt und hatte das Haus leer vorgefunden. Er wurde traurig, da ich keine Nachricht hinterlassen hatte und fühlte sich plötzlich sehr einsam. Er entschloss sich einen Spaziergang zu machen und ging dahin wohin der Wind ihn trug und wohin der Blütenduft ihn lockte. Von fern erblickte er mich, folgte mir treu und ausdauernd, bis er sah, wie sich die blauen Wächter in meiner Nähe versammelten. Er fand mich nicht rechtzeitig, um mich zu warnen, aber er fand den Selbstapparat neben dem Buch mit der Anleitung zur Venentransplantation. In einem weiteren Kapitel las er, wie man die grüne Klonvene mit Naturhaut überwachsen lassen konnte, und, im Besitz des Selbstapparats, gab er sich von nun an für mich aus. Wohl wissend, dass ich nicht wiederkehren würde, erzählte er mit viel Geschick den blauen Wächtern, dass er gegen seinen Klon Verdacht gehegt habe, weil er sich mehrere Male für ihn selbst ausgegeben hätte, und nun aber plötzlich verschwunden sei. Nicht einmal sein Kennzeichen könne angepeilt werden. (Er hatte es während einer gefährlichen und schmerzhaften Prozedur gleich am Ort herausoperiert.) Sobald die Wunde verheilt war, machte er sich daran, den von uns beiden angefangenen Text zu beenden. Diese Geschichte hätte ihm aber fast doch noch das Leben gekostet. Der Selbstapparat wurde teilweise und immer wieder vom Staat überwacht, und schon wieder fiel Verdacht auf unser Haus, und man wäre ihm sogar auf die Spur gekommen, wenn es ihm nicht gelungen wäre das Dokument spurlos verschwinden zu lassen, und alle herrschenden Zweifel zu zerstreuen. Erst nachdem er es nach vielen Mühen und Fehlschlägen schaffte, mit Hilfe des Selbstapparats diese Geschichte an eine Redaktion des Jahres 2000 zu schicken, und die Zeilen für die Gegenwart unwiederbringlich zu löschen, konnte er sich wieder in Sicherheit wiegen. Er liess sich einen Klon machen, heiratete und wanderte mit seiner Familie aus nach…

[weitere Daten fehlen] ENDE

 

 

Nachträgliche Bemerkung: Der Selbstapparat ist der literarische Vorgänger des I-Phone und dessen zukünftiger Entwicklung.

 

 

http://www.heise.de/tp/artikel/8/8971/1.html